Sommer 2025

Ich bin von HIER!

Glaube an die Zukunft

Die IPM in Essen gibt jedes Jahr wesentliche Impulse für die Floristen-Branche. Nicht zuletzt aufgrund der Entfernung in Kombination mit der aktuellen Personalnot ist nicht für alle Floristinnen und Floristen ein Messebesuch möglich. Daher an dieser Stelle eine Zusammenfassung der wichtigsten Aspekte in Zusammenarbeit mit Nicola Fink vom Fachverband Deutscher Floristen, Bundesverband. Sie ist eine der versiertesten Branchenkennerinnen und war als Mitglied des FDF-Teams alle Messetage vor Ort.

"Man hat auf der IPM gespürt, wie breit die Branche aufgestellt ist und wie die Floristinnen und Floristen verstärkt auf ihre eigenen Stärken schauen. Der Blick vieler galt nicht nur den Problemen, sondern den Chancen, die sich für unsere Branche ergeben“, resümiert Nicola Fink, die in die Vorbereitungen der „FDF-World“ eingebunden war und viele, viele Gespräche führte. Erstmals war das floristische Geschehen in der Halle 5 untergebracht. „Wir waren begeistert: Die Bühne war gut platziert, durch viel Tageslicht hervorragend ausgeleuchtet und alle relevanten Bereiche durch kurze Wege schnell erreichbar“.

Ein positives Resümee zog auch die Messeleitung. Mit 1.434 Ausstellern aus 45 Ländern legte die IPM bei den Ausstellerzahlen klar zu, „deutlich über 40.000 Messegäste“ wurden gezählt. Bemerkenswert war mit 44 Prozent der Messebesucher der hohe Zuspruch aus dem Ausland. Fünf Prozent mehr als im Vorjahr.

Im Zentrum der „FDF-World“ standen die vielen unterschiedlichen Fachpräsentationen, doch gab es auch auf der Produktebene Weltneuheiten zu feiern. So stellte Smithers-Oasis den Blumensteckschaum Renewal vor. Er basiert nicht wie konventionelle Produkte auf erdölbasierten Harzen, sondern auf pflanzlichen, erneuerbaren Ressourcen. Damit hat er laut Hersteller einen 56%-geringeren CO2-Fussabdruck. Vorgestellt wurde ebenfalls die Rose Red Naomi Futura. Der Züchter Porta Nova spricht von nur 56 Gramm CO2 pro Stiel. Ein extrem niedriger Wert und ein weiterer Schritt für mehr Nachhaltigkeit in der Bindestube. „Nachhaltigkeit bleibt ein zentrales Thema der Branche, auch wenn dies in den täglichen Verkaufsgesprächen noch nicht immer spürbar ist“, glaubt Nicola Fink.

Unter den „abwechslungsreichen, innovativen Floristik-Präsentationen“ (Nicola Fink) fanden wieder einmal die FDF-Floristik-Trends und das „Just-Chrys“_Lookbook großes Publikumsinteresse. FDF-Kreativ-Direktor Manfred Hoffmann und Floral-Designer Oliver Ferchland zeigten in der den Chrysanthemen gewidmeten „Just Chrys“-Show zehn Hochzeits-Designs in vier unterschiedlichen Trend-Ausrichtungen. Parallel wurde unter www.justchrys.com ein Hochzeits-Magazin entwickelt, in dem die um Hintergrund-Informationen ergänzten Entwürfe vorgestellt werden. Die schon vor vielen Jahren begonnenen Aktivitäten rund um die Chrysanthemen sind ein gutes Beispiel dafür, wie gezieltes Marketing fruchten kann. Aus der einstigen Herbst- und Friedhofsblume Chrysantheme ist „eine der am meisten verkauften Schnittblume in Deutschland geworden“, kommentiert Nicola Fink.

Eine „lichte Anmutung“, so Nicola Fink, verströme der FDF-Floristik-Trend 2025. Als eine der Hauptfarben wurde „Sky Blue“ definiert, ein „Hellblau in der Anmutung eines Sommerhimmels“. Der Trend nutzt aber auch kräftige oder pastellige Farbwelten, ebenso die Pantone-Farbe 2025, „Mocha Mousse“. Vorgestellt wurden die „coral coast“, „amar amor“, „exotic embrace“ und „soft sense“ genannten Trendthemen im Rahmen der „FDF-World“ im Zusammenspiel mit Trend-Accessoires.

Die zahlreichen Fachdemonstrationen boten das breite Spektrum von Showfloristik bis zu stärker praxisorientierten Aufführungen. Die Online-Plattform FLOOS um den spanischen Frontmann C. J. Fontanillas zeigte mit einem internationalen Team (aus Deutschland Britta Ohlrogge) fantasievolle Kreationen jenseits der Alltagsfloristik. Die ersten drei Platzierten der letzten Deutschen Meisterschaft der Floristen, Josef Dirr, Lena Hartmann und Jennifer Mühlbauer, waren mit ihren Frühlingskreationen näher am täglichen Business der Branche. „Love is in the air“ beschäftigte sich mit Hochzeitsfloristik, auf der Bühne standen Victoria Salomon, der Deutsche Meister Christopher Ernst und die Floristik-Influencerin Patricia Jung. Der FDF-Förderpartner Van der Plas hat zu dem Thema auf der IPM das Hochzeits-Magazin „Wedding inspirations from all over Europa“ herausgegeben. Auch die anderen Floristik-Präsentationen wurden in Zusammenarbeit mit den Förderpartnern des FDF realisiert. So war der “World Cup of Floral Design” (siehe Kastentext) Thema einer unter anderem mit der Europameisterin Hanneke Frankema hochkarätig und international besetzten Floristik-Show – realisiert in Zusammenarbeit mit der Produzenten-Vereinigung „Decorum“.

Es würde den Rahmen dieses IPM-Rückblicks sprengen, wenn noch stärker im Detail auf die Veranstaltungen eingegangen würde. Ein persönlicher IPM-Besuch ist halt nicht zu überbieten, Wort und Bild können die persönlichen Eindrücke kaum ersetzen. Nicola Fink verweist aber doch noch auf die Bemühungen, junge Menschen für den Berufsstand zu begeistern. „Rund 200 Schüler aus Nordrhein-Westfalen haben auf der IPM in die Berufe der Grünen Branche hineingeschnuppert“, freut sie sich. Auch das FDF-Netzwerk „#floralprojekt 3.0“, das junge Menschen und Quereinsteiger für die Floristik begeistern will, „war über Workshops präsent“. Die intensiven Bemühungen um den Nachwuchs, „die an vielen Stellen spürbar waren“, machten auf der IPM 2025 deutlich: Die Floristen-Branche glaubt an ihre Zukunft.

Zu den FDF-Trends und zu Just Chrys erhalten Sie weitere Infos unter www.fdf.de

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Neue Weltmeisterschaft

Man kennt es von der Box-Profis: Es gibt dort mehrere Verbände und somit auch mehrere, unterschiedliche Weltmeister. Das wird nun auch in der Floristen-Branche Realität. Bisher war es so, dass die nationalen Floristen-Verbände die Wettbewerbe bis zur Europa-Meisterschaft veranstalteten. Die Weltmeisterschaft wurde hingegen von der Fleurop-Interflora organisiert.

Nun wird erstmals der internationale Zusammenschluss der Floristen-Fachverbände (Florint) vom 26. bis zum 31. August 2025 in Den Haag eine eigene Weltmeisterschaft auf die Bühne stellen. Für Deutschland geht Christopher Ernst an den Start, Deutscher Meister der Floristen (2022-2024).

Eine der Aufgaben von Berufs-Wettkämpfen ist es, das Image der jeweiligen Branche in der Öffentlichkeit zu fördern, Image-Werbung also. Die spannende Frage wird nun sein: Lässt sich der Effekt verdoppeln, wenn neben dem Berliner Nicolaus Peters, aktueller Interflora-Weltmeister, ein weiterer Weltmeister der Floristen die Öffentlichkeitsbühne betritt? Unabhängig von der Frage ist, dass die Veranstaltung in Den Haag ein Großereignis für die Branche werden wird. Immerhin 24 Länder werden Top-Floral-Designer entsenden, darunter auch eine Delegation aus China.

Die Basis der Blumengroßmärkte

Das laufende Jahr wurde von niemand geringerem als der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN) zum „Internationalen Jahr der Genossenschaften“ ausgerufen. Da Genossenschaften als Organisationsform auch die Grüne Branche und speziell die klassischen Blumengroßmärkte prägen, an dieser Stelle ein Blick auf einen Wirtschaftszweig, dessen prägender Einfluss auf unsere Volkswirtschaft selten wahrgenommen wird.

Genossenschaften prägen das Wirtschaftsleben, in Deutschland, in Europa, in der Welt. Unter dem Dach des Genossenschafts- und Raiffeisenverbandes sind in Deutschland rund 5400 genossenschaftliche Unternehmen mit etwa 20 Millionen Mitglieder vereint. Es ist die mitgliederstärkste Wirtschaftsorganisation hierzulande. Hinzu kommen noch die Wohnungsbaugenossenschaften mit fast drei Millionen Mitgliedern. In Europa dürfte es 300.000 Genossenschaften geben, geschätzt wird, dass es weltweit 140 Millionen Genossenschaftsmitglieder gibt. Und jedes Jahr werden wie in Deutschland neue Genossenschaften gegründet. Prominent in der Presse vertreten war im vergangenen Jahr die Genossenschaftsgründung des Hamburger Fußballclubs St. Pauli.

Die Genossenschaften sind eine Wirtschaftsmacht, die in der deutschen Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wird. Das mag unter anderem daran liegen, dass Genossenschaften weitgehend lautlos arbeiten. Sie sorgen nicht wie etwa die großen Tech-Unternehmen der USA ständig für Schlagzeilen. Sie sorgen auch nicht, mit wenigen Ausnahmen, für Skandale, etwa für Aufsehen erregende Pleiten. Selbst dann, wenn sich Genossenschaften auflösen – wie etwa vor vielen Jahren beim Blumengroßmarkt Berlin oder vor wenigen Jahren beim Blumengroßmarkt Stuttgart -, geschieht dies in weitgehend geregelten Bahnen und abseits der öffentlichen Wahrnehmung.

In Deutschland sind die Branchen mit einem hohen Genossenschaftsaufkommen die Bauwirtschaft, die Agrarwirtschaft, die Banken und der Energiesektor. Regional sind Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen am stärksten vom Genossenschaftswesen durchdrungen. Bei der Vereinigung Deutscher Blumengroßmärkte (VDB)agieren alle Mitgliedsunternehmen auf Basis von Genossenschaften. Selbst ein Gartenbau-Gigant wie Landgard führt das eG für eingetragene Genossenschaft in der Firmenbezeichnung. Und auch die heute gerne als Konzerne bezeichneten Lebensmittelriesen Edeka oder Rewe haben genossenschaftliche Wurzeln.

Die Organisationsform aller Genossenschaften ist in der Grundstruktur gleich. Es gibt Genossenschaftsmitglieder, die Anteile halten. Es gibt einen Vorstand, der von einem Aufsichtsrat geprüft wird. Es gibt eine Generalversammlung, die zur Aussprache aller dient. Und es gibt einen Genossenschaftsverband, der die Rechtmäßigkeit der Geschäftsführung prüft. Viele Genossenschaften haben sich eine Satzung gegeben, die wie die gesetzlichen Grundlagen beachtet werden muss.

Genossenschaften agieren nach dem Prinzip Hilfe durc Selbsthilfe. Es waren schon Non-Profit-Unternehmen, bevor es das Wort überhaupt gab. So sind die in der VDB zusammen geschlossenen klassischen Blumengroßmärkte keine Wirtschaftsunternehmen, die am Profit orientiert sind. Nein, die BGM sind „nur“ eine Plattform, auf der die Genossenschaftsmitglieder, also die Gartenbauunternehmen und Handelsbetriebe, ihre Kunden aus dem Pflanzen- und Blumeneinzelhandel treffen. Am Ende eines Geschäftsjahres muss nicht der nächste reichste Mann der Welt gekürt werden, es muss im optimalen Fall eine schwarze Null erreicht werden. Insofern sind Genossenschaften ein Gegenmodell zu den Firmen, die den sogenannten Turbo-Kapitalismus prägen.

Die Genossenschaften, die die klassischen Blumengroßmärkte aus der Taufe gehoben haben, wurden von Gartenbauunternehmern gegründet, die erkannten: Gemeinsam sind wird stärker. Sie sahen sich einem Wirtschaftsleben gegenübergestellt, dessen Anforderungen die Leistungsfähigkeit eines Einzelnen überstieg. Gleichzeitig sollten die selbstständigen Existenzen gewahrt bleiben. Das war idealerweise auf der Plattform eines Blumengroßmarktes gegeben. Ein Modell, das sich bewährt hat und zahlreiche Wirtschaftskrisen überstand.

Für die BGM-Kunden brachte (und bringt) die Organisationsform mehrere Vorteile. Das Angebot war und ist an einem einzigen Standort verfügbar – und somit unmittelbar vergleichbar. Die anbietenden Genossenschaftsmitglieder blieben selbstständige Unternehmen – die in gewisser Weise in Konkurrenz untereinanderstanden. Und bekanntlich belebt für die Kunden Konkurrenz das Geschäft.

Nicht unterschätzen sollte man auch die Tatsache, dass Blumengroßmärkte auf genossenschaftlicher Basis ständige Informationsbörsen sind. Durch den täglichen Austausch zwischen Anbieter und Kunden, die dauernden Anregungen ist das Sortiment immer in Bewegung. Das ist in einem zentral bestückten Abholmarkt, der von einer übergeordneten Firma bestückt wird, so nicht der Fall. Man könnte also sagen: Ein genossenschaftlich geführter Blumengroßmarkt sorgt mit dafür, dass die Artenvielfalt in den Bindestuben erhalten bleibt.

Die weltweite genossenschaftliche Bewegung hat auch dazu geführt, dass der Handel grundlegende Veränderungen erfahren hat. Ein gutes Beispiel ist die Fair-Trade-Bewegung, die in heutigen Zeiten, in denen sich vieles um Nachhaltigkeit und ein durch soziale Verantwortung geprägtes Wirtschafsleben dreht, fast schon selbstverständlich gilt. Die als erstes breit wahrgenommenen Anfänge von Fair-Trade liegen ein rundes halbes Jahrhundert zurück. Ein erster Produktbereich war Kakao, Schokolade, der in Erzeugerländern von Kooperativen (nur ein anderes Wort für Genossenschaft) produziert und so zertifiziert in den Abnehmerländern verkauft wurde. Die Idee hat Kreise gezogen, auch im Blumenhandel. Heute verkaufen selbst die Discounter ihre Rosen aus Afrika mit den Fair-Trade-Emblem. Ob das noch im Sinne der Erfinder ist, muss jeder selbst für sich entscheiden.

Näher liegt da die von der VDB aus der Taufe gehobene Regional-Marke „Ich bin von HIER!“, die exklusiv nur von den Kunden der BGM geführt werden darf. Ohne die in Genossenschaften organisierten und über Blumengroßmärkte vertreibenden Gartenbaubetriebe wäre diese Exklusiv-Marke nicht möglich!

Verweisen sollte man zum Schluss noch auf einen Geschäftsbereich, in dem man Genossenschaften nicht vermutet. Deutschland erlebt seit einigen Jahren ein Gaststätten-Sterben, über 40 Prozent der Kneipen sollen schon verschwunden sein. Das trifft vor allem ländliche Regionen, in denen Gaststätten eine wichtige soziale Funktion übernehmen. Mittlerweile gibt es eine regelrechte Gegenbewegung, die dem Verschwinden dieser Institutionen entgegenwirkt. Von den Bürgern vor Ort werden Genossenschaften gegründet, die die Kneipen weiterführen. Na dann, Prost, zum Wohl sein!

Muttertag weltmeisterlich

Ein umsatzseitig guter Valentinstag lässt darauf hoffen, dass auch der Muttertag wieder der Verkaufsschwerpunkt wird, den sich alle Floristen wünschen. Die Fleurop AG hat zu diesem Anlass wieder eine Kollektion hochwertiger Werkstücke erstellt, die sich bewusst von der Alltagsfloristik abheben. Gestaltet wurden die Arbeiten von Nicolaus Peters aus Berlin, amtierender Weltmeister der Floristik.

Auf jeder Floristik-Fachveranstaltung hört man es: Zeige Großes, um Kleines zu verkaufen. Es ist eine verkaufspsychologische Notwendigkeit, den ein oder anderen Blickfang zu präsentieren. Nur so erkennen die Kunden auf den ersten Blick, dass sich das Niveau eines Blumenfachgeschäftes von der Standartware der Massenanbieter unterscheidet. Zudem gilt: Mütter gehören in der Regel zu den allerwichtigsten Menschen im Leben der Kinder wie der Ehemänner, für sie ist eigentlich nichts zu teuer…!

Nicht zuletzt das Weihnachtsgeschäft hat gezeigt, dass der durchschnittliche Wert für floristisch gestalterische Sträuße spürbar gestiegen ist. Insbesondere dann, wenn sie als Präsente überreicht werden. Es macht also in jeder Hinsicht Sinn, zum Muttertag ein breites Preisspektrum zu offerieren und dabei auch das obere Niveau nicht zu vernachlässigen.

Weltmeister Nicolaus Peters hat zum Muttertag 2025 dem Zeitgeist entsprechend moderne Werkstücke aber auch Kreationen mit nostalgischem Touch gestaltet. So gibt es eine Arbeit in paralleler Gestaltung, „eine Bindeweise, die in den 1970ern aufkam“, wie der Berliner Floral-Gestalter erläutert. Auch sein Rückgriff auf die neuen Nelkensorten hat mit der Renaissance dieser Blüte zu tun, die lange verpönt war, nun aber wieder in der Gunst der Verbraucher wächst.

Alle Fotos Fleurop AG, wir danken für die Zurverfügungstellung.

Kräuter für Küche und Garten

Warum sollten Kunden nicht nur einen Dschungel in ihrem Wohnzimmer haben? Mit vielen Klassikern unter den Kräutern kann auch die Küche zu einem Dschungel werden, der dazu noch Pflanzen bietet, die das ganze Jahr über beerntet werden können, schmackhaft sind und wunderbares Aroma bieten. Neuheiten für die nächste Saison präsentieren verschiedene Züchter wieder eine Menge.

Alles Bio in the Kitchen – unter diesem Motto bietet der Züchter und Jungpflanzenlieferant Volmary (Münster) Klassiker, die in der Küche nicht fehlen dürfen, sich aber auch im Beet, Kasten oder Kübel wohlfühlen, wie den stecklingsvermehrten Basilikum 'Copa Red-Green Shades' mit seiner besonderen Laubfarbe und dem klassischen Basilikumaroma oder den schnellwachsenden Gourmet-Rosmarin 'AbraxMaxx', der jedes Gericht mit seinem intensiven Aroma bereichert. Der Standort von Volmary in Selm ist für die Kräuter- und Gemüseproduktion nun Bio-zertifiziert und steht für die Produktion biozertifizierter Jungpflanzen bereit. Volmary-Kräuter-Kunden, ob Bio oder konventionell, können somit auf einen weiteren wichtigen Baustein in der Produktionskette setzen. Denn durch die Nutzung von in Deutschland produzierten Bio-Jungpflanzen wird der Baustein der Nachhaltigkeit enorm erhöht – bei gleichbleibender hoher Qualität, wie der Züchter betont. Zur Gruppe der Vitalkräuter zählt bei Volmary beispielweise Ocimum 'Tauris' & 'Copa', ein Stecklings-Basilikum vom Typ Longlife.  Diese Neuzüchtungen weisen eine hervorragende Haltbarkeit im Handel auf und sind zudem – wie der Name schon verrät – langlebiger beim Endverbraucher. Ein weiteres wichtiges Augenmerk sei eine Verbesserung der Transportfähigkeit und der Haltbarkeit bei wechselnden Vermarktungsbedingungen wie etwa auf dunkleren Verkaufsbeeten. Die Nachhaltigkeit ist bei der Produktion dieses Basilikums ein großer Mehrwert, da torffreie Substrate verwendet werden können. Das Aussähen entfällt, Ausgangsmaterial ist der Steckling oder die Jungpflanze. Die neue Züchtung von Volmary, die Blatt-Basilikum-Serie Copa, gibt es in vier verschiedenen Blattfärbungen und -größen. Copa ist somit ideal für die Produktion von stabilen, attraktiven Topf-Basilikum einsetzbar.  Besonders die Sorte 'Copa Red-Green Shades' mit den dunkelroten Blättern, die von einem leuchtend grünen Blattrand umgeben sind, wird zum Hingucker im Kräutersortiment. Neu ist der Gourmet-Rosmarin 'AbraxMaXX'. Er überzeugt mit kräftigem, aufrechtem und gut verzweigtem Wachstum und gefällt mit besonderem Aroma.

Neu im Sortiment von Blu-Blumen (Langenberg) ist der Salzige Meerfenchel (Crithmum maritimum), der 40 bis 60 cm hoch wächst. Seine Blätter schmecken süßlich nach Fenchel, gleichzeitig etwas salzig. Aber auch zitronig frisch und bieten ein neues Geschmackserlebnis. Da er normalerweise an der europäischen Küste wächst und somit salziges Gießwasser liebt, sollte er unbedingt im Kübel angebaut werden. Wer seinen Kunden eine Alternative zu Basilikum oder Minze bieten möchte, greift zu der neuen Orangenverbene (Lippia citriodora). Als Weiterentwicklung der Zitronenverbene wird sie genauso verwendet, wächst 40 bis 60 cm hoch, ist zwar mehrjährig, muss beim Kunden aber Indoor überwintert werden. Neu im Blu-Blumen-Sortiment ist der Schnittknoblauch (Allium tuberosum). Mit Aroma von Knoblauch aber mit Halmen wie Schnittlauch sorgt er von Juni bis September für Würze, ohne Knobi-Dunst zu verbreiten. Er wächst 40 bis 60 cm hoch und die weißen Blüten lassen sich darüber hinaus noch als Insektenweide oder essbare Deko verwenden.

Ein Hingucker im Neuheiten-Sortiment von Graines Voltz (F-Colmar) ist ein Salbei mit silbrig samtigen Blättern mit Namen ‘Snowflakes‘. Der Züchter bescheinigt dieser Sorte weniger Empfindlichkeit gegen Mehltau. Eine uniforme Selektion im glattblättrigen Typ ist der neue Kerbel ’Simple Massa‘. Die Sorte bringe einen hohen Ertrag, besonders in dunkler Jahreszeit und zeigt sich mit dunklem Blatt. Zwei neue Sorten bringt Graines Voltz bei den meistgekauften Kräutern in sein Programm. Basilikum ’Chiara‘ gefällt als dunkelgrüner Genoveser-Typ mit mittelgroßem Blatt. Er zeichne sich durch hohe Toleranz gegenüber Mehltau aus. Ein weiterer Genoveser-Typ ist die neue Basilikum-Sorte ’Mia‘. Neben guter Toleranz gegenüber Mehltau wächst sie sehr kompakt und bildet ein dunkelgrünes, kräftiges Blatt mit nicht zu starker Wölbung aus.

Eine neue Sorte, auf die man zweimal schauen muss, um sie nicht mit Dill zu verwechseln, ist die neue Petersilie ’Menuette‘ von Sperli (Everswinkel). Die schnellwüchsige Sorte duftet aromatisch und zeigt sich mit dillartigen, sehr filigranen Blättern.

Stauden trotzen Klimakapriolen

Im riesigen Sortiment der Stauden ist immer wieder Bewegung. Die Züchter arbeiten nicht nur an neuen Sorten, die mit ihrer Schönheit begeistern, sondern selektieren hinsichtlich Langlebigkeit und Robustheit in Beet oder Kübel. Auch Wetterextreme wie Trockenheit oder Nässe werden von vielen Stauden gut vertragen.

Zu den robusten Sorten mit gesundem Laub und guter Hitze- und Trockenheitsverträglichkeit gehört die neue Coreopsis Serie Solar (von Kientzler, Gensingen) mit vier Sorten. Die winterharte Staude wächst buschig mit zahlreichen, auffälligen Blüten von Juni bis Oktober und eignet sich für die Vermarktung in größeren Töpfen von 3 bis 5 Liter.

Einen Geheimtipp für den Garten bietet der Stauden Ring (Oldenburg) mit Coreopsis x cultorum ‘Johannes‘. Die in Norddeutschland entstandene Hybride zeichne sich besonders durch ihre Langlebigkeit aus. Mit einer Wuchshöhe von bis zu 70 cm und einem auffälligen, filigranen Habitus bietet sie ein einzigartiges Erscheinungsbild und eignet sich hervorragend für sonnige Staudenrabatten.

Gleich zwei neue Farbvarianten bringt Volmary (Münster) bei Coreopsis verticillata in sein Sortiment.  Die neue Serie Corleone Early überzeuge durch ihre sehr frühe Blüte und ist damit ideal für den Verkauf in der Beet- und Balkonsaison. Im Langtag von Mitte Mai bis September begeistert sie mit ihren leuchtenden, zweifarbigen Blüten, die nicht nur ein echter Hingucker sind, sondern auch Bienen und Schmetterlinge anlocken. Sie wächst kompakt und ausdauernd und überzeugt beim Kunden durch ihre pflegeleichte Kultur. Zum Start der Serie gibt es gleich zwei Farbvarianten: 'Corleone Early Banana & Red' – mit attraktiven, hellgelben Blüten und einer kirsch-roten Mitte sowie 'Corleone Early Red & Gold' – mit goldgelben Blüten und einer roten Mitte.

Lavendel hat im vergangenen Jahr nicht nur in trockenen Phasen sehr gut in Beeten, Kübel und auf dem Friedhof performt, sondern war vielerorts auch sehr widerstandfähig gegenüber der starken Schneckenplage. Neu in diesem Jahr bringt Syngenta Flowers (Kleve) den Lavendel Aromatico Evolution ins Programm. Mit seiner herausragenden Verzweigung, Blütenanzahl und Blütengröße begeistert er die Kunden. Er blüht früh und reich, verzweigt zudem sehr gut und bietet eine unübertroffene Duftnote. In der Kultur ist keine Vernalisation erforderlich, um ihn ganzjährig einfach zu programmieren. Neu ist ebenfalls Blushing Bride White, ein Lavendel, der im Sommer des ersten Kulturjahrs bereits blüht. Seine Blüten öffnen sich zunächst weiß und gehen dann langsam in ein helles Rosa/Flieder über. Mit Blushing Bride lässt sich laut Syngenta Flowers die Verkaufsmöglichkeit weiter ausbauen, da sie etwa zwei Wochen später blüht als die Schwestersorte ‘Mermaid Lavender‘.

Robust und immer wieder ein Hingucker dank des vielfältigen Sortenangebotes und eines langen Blühfensters von April bis in den Herbst sind Staudennelken. Selecta one (Stuttgart) hat seine Staudennelken-Serie Diantica um eine neue halbgefüllte Sorte ergänzt: ‘Diantica Berry Cream‘ mit zweifarbigen Blüten in weiß-lila hat eine gute Verzweigung mit harmonischem Pflanzenaufbau und mittlerer Wuchsstärke. Sie blüht mittelfrüh und die attraktive Blütenfärbung zeigt sich gleichmäßig. Sie passt sehr gut zu den gefüllten Sorten des Diantica Sortiments, wie beispielsweise ‘Diantica Strawberry Cream‘. Alle Diantica Sorten eignen sich auf Grund ihrer Winterhärte sowohl für eine Kultur im Freiland oder eine kalte Indoor-Kultur mit Frühjahrsblühern sowie für eine Sommerkultur für Absatztermine im Spätsommer oder Herbst, zeigt der Züchter auf. Neu im Selecta Sortiment sind die Staudennelken aus dem „Whetmans Pinks“ Sortiment. Die Alpine Pinks Serie überzeugt mit trockenheitstoleranten und frostharten Sorten mit auffälligem Laub und stark duftenden Blüten, die von April bis in den Herbst blühen. Vorteil ist, dass sie sich als Niedrigenergiepflanzen kühl kultivieren lassen. Dazu gehört beispielsweise die winterharte ‘Alpine Aztec Star‘ mit zarten, pinken Einzelblüten und einem dunklen, sternförmigen Auge auf grauem, kompaktem Laub. Sie blüht früh vom Frühjahr bis zum Herbst und ist ideal für Kübel, Töpfe oder Beete. ‘Alpine Electric Dreams‘ ist eine sehr kompakte, mittelfrüh blühende Staudennelke, mit einem Blütenmeer aus dreifarbig pinken Einzelblüten, die in einen hellen Rosaton verblassen, auf grau-grünem Laub. ‘Alpine Flutterburst‘ zeigt sich mit einer Fülle an magentafarbenen, süß duftenden Einzelblüten mit einem dunklen Auge und weißem Blütenrändern, die auf graugrünem Laub mittelfrüh blühen.

Ich bin von HIER!