Frühling 2026

Ich bin von HIER!

Stolz auf die Region

Stolz auf die Region

Schon seit vielen Jahren vergibt die Vereinigung Deutscher Blumengroßmärkte (VDB) Aufträge an herausragende Floristinnen, deren Arbeiten dann in den Kundeninformationen der Blumengroßmärkte und parallel in der floristischen Fachpresse als Inspiration für die Branche veröffentlicht werden. Mit Beginn in dieser Ausgabe sind es Werkstücke von Katharina Eidt, deren Werdegang wir schon in der vergangenen Ausgabe vorgestellt haben.

Die einzige Vorgabe der VDB für die floralen Inspirationen von Katharina Eidt war: Die Werkstücke und das Ambiente, in dem sie fotografiert wurden, sollten etwa mit dem Thema „Heimat“, der Region, dem Lebensmittelpunkt von Katharina Eidt zu tun haben. Schließlich sind auch die Blumengroßmärkte die traditionellen Partner des lokalen Blumenfacheinzelhandels und der regionalen Gartenbaubetriebe. Abgesehen von dieser Vorgabe konnte die im Westerwald (nördliches Rheinland-Pfalz) gebürtige und lebende Meisterfloristin frei arbeiten.

Bei der Umsetzung des Themas Heimat ist sie auf den Ton gestoßen, denn die Tonvorkommen in der Region „sind die Bedeutendsten Europas“, wie Peter Josef Koch, der Fotograf dieser Floristik-Serie, erzählt. Der Volksmund spreche „vom weißen Gold des Westerwaldes“. Dieser Idee folgend wurden die an dieser Stelle vorgestellten Frühlings-Impressionen in einer Tongrube fotografiert. „Wie Ton am Anfang eines seit Jahrhunderten bekannten Produktionsprozesses steht, so steht auch der Frühling jedes Jahr aufs Neue am Anfang der Naturzyklen“, meint die Gregor Lersch-Schülerin Katharina Eidt.

Nicht nur bei der Auswahl der Location, sondern ebenfalls bei den verarbeiteten Materialien hat die Meisterfloristin aus dem Westerwald auf die Produktion regionaler Gartenbaubetriebe zurückgegriffen. Und auf ihr eigenes Umfeld. So wurden die Haselnusszweige für ihren dekorativen Stehstrauß im eigenen Garten geschnitten, die grüne Mahonie in der wie ein Sichtschutz wirkenden Bündelung, stammt ebenfalls aus dem Garten. „Man findet die Mahonien aber auch auf Blumengroßmärkten“, weiß die in Grünberg ausgebildete Meisterfloristin. Die „außergewöhnliche Narzissen-Sorte“ des an einem Stab befestigten und förmlich schwebenden Straußes „habe ich auch nur auf Blumengroßmärkten gesehen“.

Die Möglichkeit frei von Vorgaben zu gestalten, bedeutete für die Inhaberin zweier Floristik-Fachgeschäfte nicht, an den Bedürfnissen der Floristen-Branche vorbeizuarbeiten. Die hier vorgestellten Frühlings-Inspirationen verlassen nicht den Rahmen verkaufsorientierter Werkstücke. Es sind Arbeiten für qualitätsbewusste Kunden, die aber in gewolltem Kontrast zu dem stehen, was Massenanbieter heute so an vorgefertigten Produkten auf den Markt werfen.

Den Rückgriff auf Produkte der regionalen Blumengroßmarkt-Erzeuger begründet Katharina Eidt auch mit Marketing-Überzeugungen: „Die Herkunft von Produkten wird für immer mehr Menschen wichtig bei ihren Kaufentscheidungen. Und egal wo man verwurzelt ist: Die weit überwiegende Mehrzahl der Menschen liebt die eigene Heimat und ist stolz auf die Region“.

Ausbildung eine Existenzfrage

Ausbildung eine Existenzfrage

Das Jahr ist noch jung – und daher gibt noch viele Möglichkeiten, sich für 2026 etwas vorzunehmen. Für die Floristik-Kunden der Blumengroßmärkte könnte dies der Wille zu vermehrter Ausbildung sein, denn an der Nachwuchsfrage entscheidet sich die Zukunft der Floristik-Branche.

Ohne Zweifel, in der Floristik-Branche wird seit vielen Jahren zu wenig ausgebildet. Das hat zu dem Fachkräftemangel geführt, unter dem große Teile der Branche aktuell leiden. Auch die allgegenwärtige Reduzierung von Öffnungszeiten der Blumenfachgeschäfte hat nicht zuletzt mit fehlendem Personal zu tun. Zudem ist die missliche Nachfolgefrage Ausdruck des Fachkräftemangels, denn nur gut ausgebildete Floristinnen und Floristen könnten die vielen Geschäfte, die aufgrund des Generationswechsels Nachfolger suchen, übernehmen.

Die Ausbildung in Blumenfachgeschäften ist seit langer Zeit ein schwieriges Thema. Schon vor Jahrzehnten hieß es, dass es zu wenige Bewerber gäbe. Als Grund wurde die schlechte Bezahlung, die Arbeitszeiten auch an Wochenenden, die körperlich schweren Tätigkeiten und das gesamte Image genannt. Zudem setzte die Gesellschaft ganz allgemein auf eine universitäre Ausbildung. Es folgte eine Phase, in der in den Ausbildungsbetrieben über mangelnde schulische Kenntnisse geklagt wurde. Dies war der Beginn der heutigen Misere, denn zu den zahlenmäßig nicht ausreichenden Bewerbungen gesellte sich ein Unwille in den Betrieben, überhaupt noch auszubilden.

Dieser Unwille hat in der jüngeren Vergangenheit beträchtlich zugenommen. Die Ausbilder, viele noch aus der Baby-Boomer-Generation sowie deren nachfolgenden Jahrgängen, werfen der nun ins Berufsleben einsteigenden „Generation Z“ vor, für die Arbeitswelt in gewisser Weise ungeeignet zu sein. Wer sich unter Ausbildern umhört, der trifft häufig auf die gleichen Argumente. Die Berufseinsteiger hätten ein hohes Anspruchsdenken gepaart mit einer ebenso hohen Entschluss-Unfreudigkeit. Eine gewisse Ichbezogenheit würde viele junge Berufseinsteiger prägen. Früher habe der Beruf, der Betrieb, das Allgemeinwohl im Zentrum gestanden, heute würde es den jungen Menschen zu oft um die eigenen persönlichen Befindlichkeiten gehen.

Wenn sich früher mit Eintritt in das Berufsleben die Individuen an das Umfeld hätte anpassen müssen, so würde heute das Gegenteil erwartet. Verwirklichung würde nicht mehr im Beruf, sondern in der Freizeit gesucht. Das Lebensmotte laute: Möglichst wenig Aufwand bei möglichst viel Geld.

Aus solchen Aussagen spricht ein Generationenkonflikt, denn die „Generation Z“ sieht die Sache naturgemäß ganz anders. Für viele steht nicht die Arbeit, sondern die Freizeit im Lebensmittelpunkt. Was aber nicht neu ist, sehr viel anders haben die Baby-Boomer auch nicht gedacht. Der Konflikt führt dazu, dass in immer mehr Blumenfachgeschäften nicht mehr ausgebildet wird. Ein Beispiel, das für viele andere steht: In Norddeutschland haben sich vor einigen Jahren führende Blumenfachgeschäfte informell zusammengeschlossen, um ihren Auszubildenden Motivationsangebote zu bieten. So wurden etwa Treffen mit dem damaligen Deutschen Meister der Floristen organisiert oder der Nachwuchs konnte anlässlich eines VW-Bulli-Festivals auf einer Nordseeinsel vor Ort Kopfkränze aus Blumen binden. Diese Initiativgemeinschaft von Blumenfachgeschäften gibt es nicht mehr – schlicht, weil die Unternehmen nicht mehr ausbilden.

Die Ausbildung in der Floristik-Branche muss aber intensiviert werden, wenn sich der Berufszweig nicht selbst zu Grabe tragen will. Die Fakten sprechen eine eindeutige Sprache. Das Institut der Deutschen Wirtschaft veröffentlichte schon im vergangenen Jahr die Ergebnisse einer Studie, nach der im Jahr 2028 über 760.000 Fachkräfte fehlen. Betroffen seien vor allem Verkaufsberufe, also der Einzelhandel. Etwa bei der Hälfte der fehlenden Fachkräfte würde es sich um Berufe handeln, die eine abgeschlossene Ausbildung voraussetzen.

Die Studie geht davon aus, dass in der gesamten Grünen Branche zwischen 2023 und 2028 weniger als 25.000 Beschäftigte neu eingestellt werden. Wohlgemerkt: In der gesamten Grünen Branche! Der Engpass bei den Floristen (aber ebenfalls bei den Gärtnern) wird also fortgeschrieben.

Die Statistiker gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2036 in Deutschland fast 20 Millionen Menschen aus dem Arbeitsleben ausscheiden könnten. Gerade einmal 12,5 Millionen Menschen würden neu in den Arbeitsmarkt eintreten. Es wird also zwischen den Branchen ein regelrechter Kampf um die Arbeitskräfte und insbesondere um die Auszubildenden entstehen. Wenn sich die Floristen-Branche diese Fakten nicht bewusst macht und JETZT darauf reagiert, wird sie noch größere Schwierigkeiten erleben.

Bewusst machen sollte man sich ebenfalls: Durch das Ausscheiden der Baby-Boomer aus dem Arbeitsleben werden auch in den nächsten zehn Jahren viele Blumenfachgeschäfte schließen. Man könnte frohlocken – weniger Blumenfachgeschäfte, desto weniger Personalbedarf. Richtig, doch je weniger Blumenfachgeschäfte noch im Straßenbild erkennbar sind, desto größer die Chance, dass sich die Verbraucher andere Anbieter, etwa den LEH, suchen. Dass ganze Branchen sterben können haben in der Vergangenheit nicht nur die Schuhmacher gezeigt. In den vergangenen fünf Jahren hat ein Viertel (!) aller Buchgeschäfte geschlossen, selbst Apotheken, einst Garant für lebenslangen Wohlstand, verschwinden zuhauf.

Bezogen auf die Floristik-Fachgeschäfte (und ebenfalls auf die Gartenbaubetriebe) gilt es festzuhalten: Mit jedem geschlossenen Betrieb verschwindet auch das dort gesammelte Fachwissen. Nicht wenige Blumenfachgeschäfte sind Familienbetriebe, das Know how wurde über Generationen weitergegeben. Nicht nur das Wissen über Gestaltungsfragen, auch die Kenntnisse der betriebswirtschaftlichen Unternehmensführung sind weg, wenn letztmalig der Schlüssel umgedreht wird. Jeder Unternehmer im Einzelhandel weiß: Es ist sehr viel teurer und mühsamer einen neuen Kunden zu gewinnen, als einen alten Kunden zu binden. Es ist auch wesentlich teurer und mühsamer ein neues Geschäft zu gründen, als ein bestehendes Geschäft weiterzuführen.

Zurück zur Ausbildung, denn sie ist der einzige Schlüssel, den gegenwärtigen Schwierigkeiten der Branche zumindest mittel- oder langfristig zu begegnen. Noch vor zehn Jahren waren Entscheidungsträger des FDF der Meinung, dass Ausbildung wie Nachfolge Bereiche sind die weniger vom Verband, sondern hauptsächlich von den Blumenfachgeschäften beackert werden sollten. Diese Einstellung hat sich geändert, der FDF sieht heute schon seine Verantwortlichkeit und nimmt sie auch über vielerlei Aktivitäten wahr.

Auch die Fleurop AG ist in diesem Bereich aktiv. Etwa durch die Etablierung der Web-Site „Pflück-dein-Glück“, die für den Floristen-Beruf wirbt und eine Plattform ist, auf der Interessierte auf ausbildungswillige Betriebe treffen. Es ist aber so, dass sich die meisten Aktivitäten von Fleurop und FDF an junge Menschen richten, die sich eh schon für den Floristenberuf entschieden haben. Es müsste vor allem aber auch darum gehen, diejenigen anzusprechen, die noch keine Berufswahl getroffen haben.

Vor allem aber muss die Bereitschaft der einzelnen Blumenfachgeschäfte zur Ausbildung wieder wachsen. Es muss erkannt werden, dass Ausbildung nicht nur für die eigene Personalpolitik wichtig ist, sondern dass es um die Existenz der gesamten Branche geht. Auch wenn die „Generation Z“ den Nachfolgern der Baby-Boomern in so mancher Lebenseinstellung nicht ganz geheuer ist, muss man sich doch mit ihr arrangieren – es gibt schließlich keine andere. Von den vielen guten Vorsätzen, die man sich zum Jahresbeginn macht, könnte also einer lauten: Offen sein für die „Generation Z“, offen sein für die Ausbildung.

Foto: Eine der FDF-Ausbildungsaktivitäten: Tagestreffen von Auszubildenden aus dem Ruhrgebiet im FloristPark in Gelsenkirchen. 

Lust auf frische Farben: Frühlingsblüher im Topf und Schnitt

Mit dem Start in die Frühlingssaison sind Zwiebelblüher wie Tulpen und Narzissen beim Kunden wieder besonders gefragt. Gute Nachrichten für Floristinnen und Endverkaufsgärtner: Der Markt zieht spürbar an. Nachdem es in der Saison 2024/25 aufgrund von Nässe und Frost zu geringeren Erntemengen bei Schnittware und entsprechend höheren Preisen gekommen war, stehen die Zeichen in diesem Frühjahr besser. Sofern das Wetter mitspielt, können Qualität und verfügbare Mengen wieder deutlich zulegen.
Im Schnittbereich profitiert der Kunde von kräftigen, stabilen Stielen, bei Tulpen und Co. sowie von gleichmäßig entwickelten Knospen und einer guten Vasenhaltbarkeit. Bei der angebotenen Topfware zeigt sich ein homogener Wuchs und stabiler Stand der Frühjahrsblüher, ein gute Knospenanzahl mit breitem Farbenspektrum, was für den Kunden eine zuverlässige Blühleistung bedeutet. 
Neben regionalen Produkten wünscht sich der Kunde im Frühjahr ein breites und tiefes Sortiment. Bewährte Klassiker, modern und aufmerksamkeitsstark in trendigen Farbwelten inszeniert, bilden dabei die Basis. Ergänzt wird das Angebot durch neue Züchtungen, die frische Impulse setzen – perfekte Voraussetzungen für schnellen Abverkauf und zufriedene Kunden.
Bei den modernen Tulpensorten gefallen besonders Parrot- (Papageien-)Tulpen sowie Fringed-Tulpen, mit ihren gefransten Blütenrändern. Auch Ranunkeln bieten mit PonPon-Formen (kugelförmig mit gezacktem Rand) und Butterfly-Ranunkeln (mehrere Blüten pro Stiel) echte Highlights für ein außergewöhnliches Sortiment. Darwin-Tulpen runden das Angebot ab: Sie begeistern mit großen, becherförmigen Blüten auf hohen, kräftigen Stielen und stehen für eine starke Fernwirkung.
Bei den gefransten Tulpen haben die Blütenblätter feine Fransen am Rand. Die Sorte ‘Siesta’ von Bruno Nebelung (Everswinkel) besticht durch ihre zarten Blüten, die eine schöne Kombination aus Rosa und Weiß zeigen. Die Blüten stehen auf rund 55 Zentimeter langen Stielen. Mit ihrer gefransten Form und den zarten Farbtönen eignet sie sich besonders als Schnittblume, da ihre Blüten lange haltbar sind.
Ebenfalls gefranste Blüten hat die neue, spätblühende Tulpensorte 'Purple Circus' aus dem Sperli-Sortiment. Ihre Blütenblätter mit weißer Grundfarbe sind mit pinken und rosafarbenen Flammen, Streifen sowie Tupfern geschmückt und zudem auffällig gefranst. Damit bietet sie einen spannenden Anblick, der nicht nur im Beet, sondern auch als Schnittblume alle Blicke auf sich zieht.
‘Sea of Lights’ ist eine einfache späte Tulpensorte der Marke Kiepenkerl. Diese Tulpenzüchtung sorgt mit ihrer besonderen Blütenfarbe, -form und dem -zeitpunkt für Aufmerksamkeit. Sie erscheint von strahlendem Weiß über sanftes Creme, leuchtendes Gelb, Rot, Kirschrot, zartes Pink bis hin zu Purpurrot und verfügt über einen grünen Mittelstrich, der mit dem Aufblühen später verschwindet. Die Blütenblätter verschmelzen teilweise ineinander, teilweise sind sie scharf abgegrenzt und wirken gezeichnet/geflammt. Durch die einfache und ungefüllte Blütenfüllung zählt diese Tulpe zu den einfachen späten Sorten, die durch eine Viridiflora-Kreuzung einen sehr späten Blühzeitpunkt erreicht.

Narzissen Highlights

Die Narzisse 'Tahiti', eine Premium-Sorte aus dem Sperli-Sortiment ist mit ihren rund 50 cm Höhe ein echter Hingucker. Von März bis April leuchten ihre sonnengelben Blüten, die durch eine auffällige orangerote Nebenkrone besonders ins Auge fallen.
Bei ‘Snowtip' handelt es sich um eine nicht minder auffällige etwa 35 cm hohe Sorte. Sie verdankt ihren Namen den schneeweißen Flecken, die an den Rändern und zwischen dem tief gezackten zitronengelben
Kelch erscheinen. Dieser ist auch noch dekorativ gerüscht und ragt aus der verblassenden gelbgrünen Blütenkrone heraus – begleitet von einem herrlichen Duft.
Die Trompeten-Narzissen, wie etwa die Sperli-Sorte `Mount Hood`, sind durch ihre innen liegende Trompete mit dem gewellten Rand besonders ausdrucksvolle Schönheiten. Mit ihren reinweißen Blüten ist 'Mount Hood' eine Rarität. Sie wird 20 bis 40 cm hoch und
kommt in Gruppen gepflanzt besonders gut zur Geltung. 
Die Jonquilla-Narzisse 'Verdin' (Narcissus x hybrida) von Kiepenkerl beeindruckt mit ihrem Wandel von hellem Gelb zu strahlendem Weiß im Laufe der Blütezeit. Diese sanften Farbübergänge, kombiniert mit einem feinen Duft, machen sie besonders reizvoll. An einem Stiel bilden sich mehrere Blüten, die zu dritt oder zu viert in kleinen Büscheln herabhängen. Die cremeweißen kleinen Trompeten ziehen sich bis in die Kronblätter hinein und erzeugen so einen zarten, harmonischen Schimmer. Mit etwa 45 cm Höhe eignet sich ‘Verdin‘ ideal für Steingärten, Pflanzgefäße, den vorderen Beetbereich – und auch wunderbar als Schnittblume für die Vase. 
Tipp für den Kunden: Narzissen sind nicht nur ideale Schnittblumen, sondern wirken toll in Gruppen gepflanzt und verwildern leicht, so dass mit den Jahren ein immer größeres Blütenmeer im Beet entsteht. Aber auch solo im Kübel oder im Balkonkasten machen sie eine gute Figur. Übrigens, Wühlmäuse sind kein Problem, Narzissenzwiebeln werden von ihnen nicht gefressen.

Therese Backhaus-Cysyk

Gemüse und Kräuter-Trends 2026

Gemüse und Kräuter-Trends 2026

Genuss beginnt schon auf kleinster Fläche

Genusspflanzen liegen weiterhin im Trend – und das unabhängig von der Sortimentsgröße. Auch mit einer überschaubaren Auswahl lassen sich Gemüse und Kräuter attraktiv inszenieren und echte Genussmomente schaffen. Entscheidend ist, womit man die Kunden im Frühjahr überrascht: Gefragt sind nicht nur ausgefallene Sorten, sondern vor allem bewährte Klassiker, die auf Balkon, Terrasse oder im Beet robust wachsen, zuverlässig Ertrag bringen und geschmacklich überzeugen.
Unangefochten und auf Platz 1 unter den Genusspflanzen bleibt die Tomate, entsprechend groß ist das Sortenangebot der Züchter. Besonders gefragt sind Sorten mit Widerstandskraft gegen Kraut- und Braunfäule, sie sorgen beim Hobbygärtner für entspannteres Gärtnern und sichere Ernten. Der französische Züchter Voltz Horticulture (F-Colmar) setzt mit seinem Sortiment „Le Jardin Gourmand“ daran an: Inzwischen umfasst es zwölf resistente und neun tolerante Tomatensorten – von der kleinen Kirschtomate bis zur kräftigen Fleischtomate. Hingucker ist beispielsweise die früh reifende Cocktailtomate ‘Black Moon F1‘, die mit süß-fruchtigem Geschmack und einem Farbverlauf von Schwarz zu Rot begeistert. Für Fans süßer Kirschtomaten gibt es mit ‘Rubylicious F1‘ und ‘Consuelo F1‘ zwei rote Klassiker, ergänzt durch farbige Varianten wie die orangefarbene ‘Merrygold F1‘ oder die lemonfarbene ‘Bliss F1‘. Wer es etwas größer mag, greift zur ‘Magic Fire F1‘ mit leuchtend roten Früchten und besonders intensivem Tomatenaroma. 
Der Trend zu kleinfrüchtigen, bunten Tomaten hält weiter an – bestätigt auch Volmary (Münster). In seiner Solena-Serie lassen sich sechs Cherry-Tomatensorten gemeinsam kultivieren und vermarkten: von Rot über Gelb und Orange bis hin zu Rose, Choco und Lemon. Einheitlicher Wuchs trifft hier auf maximale Farbvielfalt. Unter der Marke „Veredelte Originale“ bündelt Volmary außerdem bekannte Tomaten- und Gurkenklassiker für den sicheren Verkaufserfolg.
Spannend für den Point of Sale ist auch die Mirado-Serie mit knackigen Pflaumen-Cherrytomaten. Sieben Sorten, einheitlich in der Kultur, aber klar unterscheidbar in Farbe und Geschmack: von mild-fruchtig über intensiv süß bis kräftig aromatisch. Besonders auffällig ist ‘Mirado Black‘, deren dunkle Frucht erst reif ist, wenn sie leicht rosa durchschimmert. Perfekt, um beim Kunden eine kleine Erlebniswelt für die Sinne aufzubauen.
Neu ins Kiepenkerl-Sortiment kommt die Kirsch­tomate ‘Moonshine‘ von Bruno Nebelung (Everswinkel). Ihre hellgelben, pflaumenförmigen Früchte mit zarter weißer Spitze leuchten zwischen dem Laub und schmecken süß-aromatisch. Dank natürlicher Widerstandskraft gegen Kraut- und Braunfäule zeigt sie sich zuverlässig – ob im Hobbygewächshaus oder an einem geschützten Platz im Freien. Die bis zu zwei Meter hohe Pflanze trägt bis in den Herbst hinein reichlich Früchte.
Auch bei Paprika und Peperoni dreht sich alles um den Genuss. Die Grill- und Bratpaprika ‘Friggitello‘ aus dem Sperli-Sortiment überzeugt mit vielen kleinen Früchten und herzhaft-würzigem Geschmack, der sich vollreif ins Süße entwickelt. Extrem vielseitig, fühlt sie sich im Beet ebenso wohl wie im Kübel auf Balkon oder Terrasse. 
Mediterranes Flair bringen die Bio-Pimientos ‘Poxigo F1‘ von Blu Blumen ins Sortiment. Die Pflanze stammt laut Blu Blumen aus der Gegend Galicien in Spanien, wächst rund 80 Zentimeter hoch und hat einen buschigen Wuchs. Die kleinen Brat-Peperoni sind jung mild, später angenehm scharf und ideal für die Pfanne – kurz in Olivenöl gebraten und mit Meersalz bestreut ein echter Genuss.
   • Tipp für den Kunden:  Am wohlsten fühlt sich die Brat-Peperoni an einem sonnigen, warmen und geschützten Ort. Auch ideal im Kübel auf Balkon und Terrasse oder im Hochbeet. Die Pflanze sollte immer gleichmäßig feucht gehalten und ab Juni alle ein bis zwei Wochen mit Gemüsedünger versorgt werden. Geerntet wird von Ende Juli bis September. 

Therese Backhaus-Cysyk

Gemüse und Kräuter-Trends 2026 Gemüse und Kräuter-Trends 2026
Gemüse und Kräuter-Trends 2026 Gemüse und Kräuter-Trends 2026
Gemüse und Kräuter-Trends 2026 Gemüse und Kräuter-Trends 2026
Gemüse und Kräuter-Trends 2026 Gemüse und Kräuter-Trends 2026
Kräuter-Neuheiten: Duft, Farbe und Aromen überraschen

Kräuter-Neuheiten: Duft, Farbe und Aromen überraschen

Auch im Kräuterbereich wird es 2026 besonders aromatisch. Blu Blumen stellt gleich mehrere spannende Bio-Neuheiten vor: Der Oregano-Thymian kombiniert das intensive Aroma von Oregano mit der Robustheit eines Thymians und ist dabei ein echter Insektenmagnet. Der Pfeffer-Thymian (Thymus piperella) bringt eine würzig-scharfe Note ins Beet. Er entwickelt sich kompakt zu einem 30 bis 40 Zentimeter hohen Halbstrauch, der zartrosa bis violette Blüten bildet. Eine Würz- und Heilpflanze aus Brasilien führt Blu Blumen neu ein: Bio-Suppenliebe Bouillon-Pflanze (Cordia verbenacea), die ein Brühwürfel-Aroma hat. 
Für farbige Akzente sorgt die neue Salbei-Serie Mandala von Volmary. Der silberblättrige ‘Mandala Silver’ riecht intensiv nach Marzipansalbei. Kombinieren lässt er sich mit ‘Mandala Gold’, ‘Mandala Purpur’ und ‘Mandala Tricolor’. Ergänzt wird das Angebot durch die Thymian Serie Summerdreams – hitzetolerant, fruchtig duftend und attraktiv für Bestäuber. Neu dabei sind ‘Summerdreams Orange’, ein grau-grüner Orangen-Thymian mit starkem Duft, ‘Summerdreams Rose’, mit leicht behaarten Blättern und der scharfe Chili-Thymian ‘Summerdreams Spicy’.

Therese Backhaus-Cysyk

Kräuter-Neuheiten: Duft, Farbe und Aromen überraschen Kräuter-Neuheiten: Duft, Farbe und Aromen überraschen
Kräuter-Neuheiten: Duft, Farbe und Aromen überraschen Kräuter-Neuheiten: Duft, Farbe und Aromen überraschen
Kräuter-Neuheiten: Duft, Farbe und Aromen überraschen Kräuter-Neuheiten: Duft, Farbe und Aromen überraschen
Kräuter-Neuheiten: Duft, Farbe und Aromen überraschen Kräuter-Neuheiten: Duft, Farbe und Aromen überraschen

Ich bin von HIER!